Bergsteigen in Deutschen Mittelgebirgen

Bergsteigen in Deutschen Mittelgebirgen

Bergsteigen erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Der Bergsport umfasst verschiedene Aktivitäten auf dem Berg und an der Felswand, sowie in Firn und Eis. Dazu gehört u.a. alpines Klettern und Bergwandern. Als Pioniere des Bergsteigens gilt Franceso Petraca mit seiner Besteigung des Mont Ventoux (1912m) im April 1336, sowie eine Söldnertruppe von Karl dem VIII. Diese befand sich 1492 auf einen Feldzug gegen Neapel und bestieg den Mont Aiguille (2085m).

Ziel des Bergsteigens ist es den Gipfel zu erreichen. Dort angelangt, wird man mit einen wunderschönen Ausblicken über die Landschaft belohnt. Dabei locken besonderes die Mittelgebirge in Deutschland mit ihren abwechslungsreichen Landschaften zahlreiche Bergsteiger an. Ob Anfänger oder Fortgeschrittener, die deutschen Mittelgebirge bieten für jeden etwas. Das Erzgebirge lockt mit seinen sagenumworbenen Pfaden durch Nadelwäldern, die so dicht sind, dass noch Rückepferde eingesetzt werden müssen. Von den Gipfeln des Harzes, der im Herzen Deutschlands gelegen ist, genießt man einen einzigartigen Blick über die umliegenden Täler. Im Elbsandsteingebirge bezaubern bizarre Felsformationen, dichte Wälder und alte Burgen. Im höchsten zusammenhängenden Mittelgebirge Deutschlands, dem Schwarzwald, locken 24 000 Kilometer Wanderweg. Die zahlreichen ungenannten Mittelgebirge Deutschlands besitzen alle ihren eigen Reiz, so dass jeder sein ganz individuell abgestimmtes Ziel finden kann.

Natur und frische Luft locken den Bergsteiger und lassen diesen Sport immer beliebter werden. Auf dem Berg ist man mehre Stunden oder Tage auf sich allein gestellt und den natürlichen Einflüssen völlig ausgeliefert. Daher sind eine gute Planung und die richtige Ausrüstung unerlässlich für das Bergsteigen.

Jede Tour will gut vorbereitet sein

Eine gute Kenntnis der Route und entsprechendes Kartenmaterial gehören für jeden Bergsteiger zum Alltag. Dabei sollte die Route den eigenen Fähigkeiten angepasst werden. Ist man in einer Gruppe unterwegs sollten Schwierigkeitsgrad und Tempo der Tour dem Schwächsten angepasst werden.

Die richtige Bekleidung ist unerlässlich zum Bergsteigen, da man sich mehre Stunden im Freien aufhält und das Wetter jederzeit umschlagen kann. Festes Schuhwerk mit ausreichendem Profil, welches die Knöchel stützt und entsprechende Sportsocken bilden dabei die Basis. Die Schuhe sollten atmungsaktiv und speziell für das Bergsteigen sein. Durch verstärkte Zonen und optimale Passform schützen die Wandersocken vor Blasen. Darüber zieht man die Gamaschen. Die Gamaschen liegen am Unterschenkel an und reichen bis über den Schuh. So sind Fuß und Bein optimal vor Wasser und Wind geschützt.

Die wetterfeste Outdoorjacke ist der ständige Begleiter eines Bergsteigers. Das Obermaterial ist wasserundurchlässige und windundurchlässig aber atmungsaktiv. Damit ist der Oberköper ausreichend gegen die Einflüsse aus der Natur geschützt. Mit einer verstellbaren Kapuze lässt sich im Ernstfall auch der Kopf vor Nässe schützen. In den verschließbaren Jackentaschen lassen sich kleiner Gegenständen bequem unterbringen. So hat man Taschentücher und Notfallhandy schnell griffbereit. Je näher der Gipfel rückt, desto kühler wird es. Daher lassen sich in einige Fabrikaten der Outdoorjacke eine Fleecejacke einsetzten, die zusätzlich Wärme spendet. Wird das Inlay nicht mehr benötigt, kann man es einfach wieder herausnehmen und bequem in der Tasche verstauen. Diese Funktionsweise spart nicht nur Platz in der Reisetasche, sondern auch Gewicht, da nur noch eine Outdoorjacke benötigt wird. Solche genialen Jacken finden Sie zum Beispiel hier.

Auch wenn der Mythos, dass der Mensch die meiste Wärme über den Kopf verliert, längst wiederlegt ist, sollte man eine Kopfbedeckung tragen. Je nach Wetterlage schützt diese vor der Sonne und dem gefährlichen Sonnenstich und/oder die empfindlichen Ohren vor Zug.

Die notwendigen Utensilien für die Wanderung werden in einer moderne Reisetasche verstaut. Diese robuste Tasche besteht zumeist aus einem festen und wasserabweisenden Material. Dank modernen Produktionstechniken und Materialien ist diese leicht aber trotzdem robust. So dass der Bergsteiger nicht mit unnötigen Gewicht belastet wird, seine Sachen aber trotzdem vor der Witterung geschützt sind. Die kompakte Reisetasche sollte mehre voneinander abgeteilte Einzelfächer besitzen, dadurch können die Sachen bequem verstaut werden und sind jederzeit, ohne großes Wühlen, erreichbar. Idealerweise besitzt sie ein extra verstärktes Schuhfach.

Auf längeren Strecken empfiehlt es sich spezielles Geschirr für die Rast einzupacken. Dieses besteht aus Kunststoff und ist daher bestens für längere Touren geeignet. Da es robust und leicht zu transportieren ist. Altmodisch und Armeelook waren einmal. Denn das Geschirr aus Kunststoff überzeugt obendrein durch sein Design, so dass jede Rast zu einem Augenschmaus wird. Nach dem Essen ist das Geschirr aus Kunststoff schnell abgespült und in einem Extrafach der Tasche verstaut.

Ein großzügig bemessener Wasservorrat darf bei keiner Tour fehlen. Um unnötiges, zusätzliches Gewicht zu vermeiden, befinden sich auf vielen Routen Trinkwasserquellen. Dort kann der Wasservorrat wieder aufgefüllt werden. Diese Quellen sind normalerweise in Wanderkarten verzeichnet. Ein Erste-Hilfe-Set darf in keiner Reisetasche fehlen. Gerade wenn man in der Natur unterwegs ist und nicht genau sagen kann, wann man auf Hilfe trifft ist so ein Set unerlässlich.

Zwei unvergessliche Ziele

Die Deutschen Mittelgebirge sind von besonders abwechslungsreichen Landschaften geprägt. Zwei dieser reizvollen Ziele für Bergsteiger werden hier kurz näher vorgestellt.

Das zauberhafte Elbsandsteingebirge in der Sächsischen Schweiz bietet für jedes Bergsteigerherz etwas. Die gigantischen Sandsteinwände thronen über dem Elbtal und sind weithin sichtbar. Das Gebirge mit seinem etwa 1100 freistehenden Gipfel erstreckt sich von Dresden bis zur tschechischen Grenze. Etwas 1200 Kilometer markierte Wanderwege führen durch eines der spektakulärsten Wandergebiete Europas. Dabei werden mythische Täler und ursprüngliche Wälder durchquert. Erreicht man den Gipfel, breitet sich dann das Elbpanorama vor einem aus.

Schon der Komponist Carl Maria von Weber war von den bizarren Felsformationen aus Sandstein angetan. In seiner Oper -Der Freischütz- ist die Wolfsschluchtszene in Anlehnung an die Sächsische Schweiz komponiert. Auch andere Künstler waren von dem Elbsandsteingebirge angetan und haben sich inspirieren lassen. Im 18. Jahrhundert kam das Elbsandsteingebirge als Reiseziel in Mode. Vor allem Musiker, Maler und Literaten besuchten und verewigten es. Der 112 Kilometer lange Malerweg wurde 2006 auf der Basis von historischen Reiseführern und alten Kunstwerken rekonstruiert und neu beschildert. Schautafeln entlang der Route vermitteln ein Bild von dem engen Zusammenhang zwischen den Bildern und dem Entstehungsort. Der Wanderweg umfasst acht Tagesetappen und führt einmal quer durch das wunderschöne Elbsandsteingebirge.

Für den historisch Interessierten gibt es eine Vielzahl von Bauwerken, wie die Festung Königsstein oder die Burg Stolpen zu besichtigen. Ob Naturfreund oder Kulturinteressierter, das Elbsandsteingebirge bietet für jeden etwas. Für Kletterer ist das Elbsandsteingebirge aufgrund seiner vielfältigen Struktur besonderes reizvoll. Es wird nur an freistehenden Türmen geklettert und es gelten die sogenannten sächsischen Regeln.

Der Harz, im Herzen Deutschlands gelegen, erstreckt sich über die Bundesländer Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Bekannt ist dieses Mittelgebirge durch seinen reichen Sagenschatz, der sich um den Brocken rankt.

Das Harzgebirge wird durch seine steilen Bergketten und die dichten Buchen- und Fichtenwälder geprägt. Der Harzer Brocken ist mit seinen 1141 Metern der höchste Berg im Norden Deutschlands. Er ist der einzige Mitteldeutsche Berg, welcher über die Baumgrenze hinaus reicht. Auf seinem Gipfel finden sich höchstens noch ein paar wenige sehr kleinwüchsige Fichten. Der Brocken und seine Umgebung bilden den Nationalpark Harz.

Der Gigant aus grauem Granit ist ein beliebtes Ausflugsziel. Auf dem Blocksberg, wie der Brocken auch genannt wird, sollen sich alljährlich die Hexen zur Walpurgisnacht versammeln. Wanderer sollte sich vor dem Nebel in acht nehmen. Darin sieht man schnell ein Brockengespenst oder verliert den Tritt. Das Wegenetz im Harz ist weitreichend und gut beschildert. Viele thematische Wanderwege, wie der Gesteinskundliche Wanderpfad, stehen zur Auswahl. Dieser in ungefähr drei bis vier Stunden zu bewältigen. Auf einer Distanz von 13 Kilometern wird man nicht nur über geologische Phänomene informiert.