Deckenventilatoren und Zollstöcke aus Holz

In der Sommerzeit ist es oft drückend heiß. Da hilft oft nur ein Ventilator. Doch die Stand- oder Tischventilatoren nehmen viel Platz weg. Eine andere Alternative ist ein Deckenventilator. Der erste Ventilator wurde ca. 1740 erfunden und auf Schiffen und in Hospitälern, später auch in Gefängnissen, eingesetzt. Der erste Ventilator wurde aber erst zwischen 1860 und 1870 erfunden. Da es keine Belege dafür gibt lässt sich kein genaueres Datum herausfinden. Damals wurden für den Antrieb ein System aus Riemen und Umlenkrollen benutzt. Über eine Dampfturbine wurden die Riemen angesteuert. Durch dieses System konnten gleich mehrere betrieben werden. Sie hatten nur 2 Flügel. Eingesetzt wurden sie hauptsächlich in Bars, Läden und Büros. Mit der Erfindung des Elektromotors für die Singer Nähmaschinen war eine vielfältige Verwendung von diesem Motor möglich geworden.

So wurde 1882 ein elektrisch betriebener Deckenventilator entwickelt. Der Verkauf war ein voller Erfolg und er wurde immer weiter verbessert. Während den verschiedenen Kriden und Kriegen kam er in den verschiedenen Ländern aus der Mode. Doch in Gebieten mit warmen Klima war er sehr beliebt. Später ersetzten sie in den verschiedenen Ländern die Klimaanlage. Heute gibt es sie in den verschiedensten Ausführungen. So kann er bis zu 5 Flügel haben. Es gibt sie auch mit und ohne Beleuchtung. Schaltbar sind sie über einen Zugschalter, Wandschalter oder einer Fernbedienung. Doch auch im Winter kann man sie nutzen. Da die Wärme sich unter der Decke sammelt kann sie mit Hilfe der Ventilatoren wieder in den Bodenbereich zurückführen. Sie besitzen eine hohe Luftleistung und arbeiten dennoch fast geräuschlos. Wichtig für die Auswahl des richtigen Deckenventilators sind die Raumgröße und die Flügelspannweite. Aber auch die Flügelanzahl ist wichtig.

Hat er nur 3 Flügel ist das Arbeitsgeräusch wesentlich deutlicher wahrnehmbar als bei einem mit 5 Flügeln. Dies hat einen einfachen Grund. Die Ventilatorblätter arbeiten in der Strömung der vorangegangenen und müssen deshalb die Luft nicht so hart schneiden. Jedoch ist bei den 5-flügeligen die Luftumwälzung nicht so gut wie bei solchen mit 3 Flügeln, da die einzelnen Flügel sich nicht gegenseitig die Arbeit abnehmen. Aber auch die Flügelform ist ausschlaggebend für die Luftumwälzung. Ein 5-flügeliges Modell mit perfekt geformten Flügeln ist genauso effektiv wie ein 3-flügeliges mit einfachen Holzpaddeln.

Denn leicht in sich gedrehte Blätter haben eine größere Luftförderung wie glatte Blätter. Die Flügel gibt es in den verschiedensten Dekoren. Die Palette reicht von Acryl über Bambus, Kirchbaum, Nussbaum, Pinie bis hin zu Weidengeflecht. Durch die Drehbewegung der Flügel entsteht eine Eigenbewegung. Deshalb muss der Deckenventilator stabil und fest angebracht sein. Die Halterungen für die Rotorblätter sind am Rotor des Antriebsmotors befestigt. 

Während für die Deckenventilatoren unterschiedliche Holzarten benutzt werden ist dies bei den Zollstöcken anders. Für die Modelle aus Holz wird zumeist Buchenholz verwendet. Die Zollstöcke sind meist 2 Meter lang und bestehen aus 10 enganliegenden Gliedern. Deshalb wird er auch Gliedermaßstab genannt. Die einzelnen Glieder sind an den Enden miteinander vernietet. Zusammengeklappt hat er meist eine Länge von nur 20 Zentimeter. Auseinanderklappen lässt er sich jedoch auf bis zu zwei Meter. Es gibt die Zollstöcke auch in einer max. Länge von 1 Meter oder auf Wunsch auch 3 Meter. Früher waren die Meterstäbe nicht so lang. Es war ein starrer Stab. Er hatte die Länge eines Fußes oder eine Elle. Da nicht jeder Fuß die gleiche Größe hatte war das Messen  in der Anfangszeit mit diesen Hilfsmitteln noch sehr ungenau. Doch mit dem immer größer werdenden Handel waren einheitliche Maße notwendig, denn in Europa und in Asien oder Amerika waren die Maßeinheiten unterschiedlich. Deshalb wurde zuerst in Frankreich das metrische Maß eingeführt, welches sich mit der Zeit auch im Rest der Welt etablierte. Ende des 19. Jahrhunderts wurde ein Klappmeter mit Federgelenk zum Patent angemeldet. Die Entwickler haben 30 Jahre für die Entwicklung benötigt und stellten ihren Klappmeter auf der Weltausstellung in Paris der Weltöffentlichkeit das erste Mal vor.

Solche Klapp- oder auch Faltmaßstäbe wurden schon in der römischen Zeit benutzt. Damals waren sie aus Messing, Bronze oder auch Holz. Da der Klappmeter eine Messung in Zentimeter und Meter ermöglicht wird er Meterstab genannt. Im Volksmund nennt man ihn jedoch Zollstock. Der Begriff leitet sich von der früher benutzten Maßeinheit Zoll ab. Denn der Fuß oder die Elle waren noch einmal in Zoll unterteilt. Heute wird er jedoch nicht nur zum Messen benutzt. Zusammengeklappt wird er an den Seiten mit den verschiedensten Motiven bedruckt. So ist darauf ein Firmenlogo oder Bild von Tieren. Dadurch hat es sich zu einen Werbeträger und Sammelobjekt entwickelt. Denn auch Motive von besonderen Anlässen, wie markante Daten der Firmen- oder Stadtgeschichte. So werden diese nur in limitierter Auflage angefertigt und erhalten so mit der Zeit einen immer höheren Wert und sind als Sammelobjekt heiß begehrt.