Schönheitsop Fettabsaugen

Sehr häufig werden alle Arten von plastischen Korrekturoperationen heute noch abfällig abgewinkt. "So etwas Unnatürliches" oder "Wie kann ein Mensch denn so eitel sein" sind wohl die häufigsten Vorurteile gegen die chirurgische Bearbeitung sichtbarer Körperstellen aus rein ästhetischen Gründen. Die meisten dieser Vorurteile entstehen durch ein völlig unzureichendes Hineindenken in die individuellen Lebenssituationen der jeweiligen Patienten. Die wenigsten Eingriffe in der plastischen Chirurgie werden heutzutage nur aus Gründen der persönlichen Eitelkeit durchgeführt. Für manche Patienten ist die "künstliche" Korrektur bestimmter Körperregionen mitunter vorallem psychisch die "letzte Hoffnung". Versuchen wir also, Vorurteile aus dem Weg zu räumen.

Jeder Mensch ist ein einzigartiges Individuum mit ganz spezifischen Veranlagungen und entwickelten Eigenheiten. Auch wenn sich immer noch ein sogenanntes gängiges "Schönheitsideal" hartnäckig am Leben hält, so ist ein blindes Streben danach mit allen Mitteln doch durch die Einsicht in die vorherige Formulierung etwas eingedämmt worden. Selbst wenn Nasenkorrekturen und Brustvergrößerungen bei 15jährigen Teenagern durchgeführt werden, ist doch in der Mehrzahl ein größeres Selbstverständnis im Umgang mit den Eigenheiten des eigenen Körpers zu verzeichnen. Und das kann man nicht nur daran fest machen, dass viele Menschen eben auch mal eine Jacke Übergrößen ohne Scham aus dem Verkaufsregal anprobieren und auch kaufen, ohne durch Fettabsaugen die alte Größe zu halten oder wiederherzustellen.

Sicher lässt sich schwer darüber streiten, ob es sich bei Übergewichtsfällen nun um genetische Veranlagung, eigenes Verschulden durch eine falsche

Lebensweise oder eine Kombination aus beidem handelt. Wissenschaftliche Studien sprechen schon länger von sogenannten "diätresistenten" Fetteinlagerungen, welche dauerhaft weder durch sportliche Aktivität noch durch stete gesunde Ernährung abbaubar sind. Besonders bei Frauen mit hormonellen Schwankungen etwa während Schwangerschaft oder Wechseljahren findet man diese Form der ungewünschten "Polsterung" sehr häufig, bevorzugt im Bauch- und Hüftbereich. Man stelle sich die Frustration vor, wenn man sich vorbildlich ernährt und sportlich aktiv ist, trotzdem bleiben die unliebsamen Wölbungen. An dieser Stelle kann man einer "unnatürlichen" Korrektur per Fettabsaugung sicher sehr aufgeschlossen gegenüber stehen. Und dies ist nur eins von vielen Beispielen.

Doch hormonell oder genetisch bedingte Fetteinlagerungen sind schon lange keine weibliche Domäne mehr. Auch wenn nach den Aussagen vieler Frauen ein Mann ohne Bauch kein richtiger Mann sei, können Fettabsaugungen in diesem Bereich auch bei erblich stark belasteten Herren einen Teil Selbstvertrauen wieder aufbauen. Eine weitere Schwachstelle, die einen Mann dazu zwingen kann, ebenfalls die berühmte Jacke in Übergröße tragen zu müssen, sind ähnlich diätresistente Fetteinlagerungen im Brustgewebe. Vielen Männern ist diese Art der Polsterung am unangenehmsten, eine Fettabsaugung meist das einzig probate Mittel. Es gibt viele weitere Umstände, die eine Fettabsaugung nicht nur aus Eitelkeit gebieten. Vor dem Äußern von Vorurteilen also immer erstmal gründlich nachdenken.